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Im Jahr 2025
erinnert sich eine alte Frau an ihre Kindheit in Ostpreußen, an
die Flucht und die Jahre danach in einem niedersächsischen Dorf.
Assoziativ
verbindet sie dabei ihre Erinnerungen immer wieder mit denen ihrer
frühen Altersjahre, als sie mit hartem körperlichem Einsatz
ihren Gartenzaun von Grund auf sanierte.
Die Bedeutung
des Buchtitels erschließt sich dem Leser erst allmählich,
wenn er mit dem Kind dieser Geschichte im ländlichen
Ostpreußen gelebt hat und mit ihr auf die Flucht gegangen ist,
wenn er die Nachkriegsjahre mit den Augen und Ohren des Kindes sieht
und hört und während des Lesens die Kindheit der älter
gewordenen Frau neu zu verstehen beginnt.
Jede der
ereignisreichen Episoden im Leben von Antje Arbor könnte einen
eigenen Roman ergeben. Hier hat sie drei weit auseinander liegende
Zeitspannen miteinander verflochten und eine fiktive Rahmenhandlung mit
zwei autobiografischen Erzählsträngen verknüpft.
Anders als in
ihrem ersten Kurzroman HEXEN UND SCHWARZE SCHAFE behalten viele
Personen und Orte in DIE ZAUNKÖNIGIN ihre wirklichen Namen: Die
Flucht des Kindes aus dem Forstamt Alt-Sternberg im heute russischen
Ostpreußen führt über Stargard in Pommern, Prenzlau in
der Uckermark und Jävenitz im Kreis Gardelegen bis in ein Dorf am
Flüsschen Sange im Braunschweiger Land.
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Seitenerstellung: Eberhard Blocher Stand: 28.06.2010